Informationen der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
LIFE+ - Anträge auf Fördermittel aus dem EU-Umweltprogramm jetzt einreichen
Vom   Mi.  30.06.2010

Auch 2010 können wieder neue Umwelt- und Naturprojekte aus Mitteln des EU-Umweltprogramms LIFE+ gefördert werden. Bereits seit 2007 ist LIFE+ das wichtigste Förderinstrument der EU in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz. Gefördert werden Projekte aus den Bereichen:

- Natur und biologische Vielfalt
- Umweltpolitik und Verwaltungspraxis
- Information und Kommunikation

Antragsberechtigt sind alle Rechtspersonen mit Sitz in der Europäischen Union (öffentliche und/oder private Stellen, Akteure und Einrichtungen). Kofinanziert werden alle LIFE-Projekte in der Regel mit bis zu 50 % der förderfähigen Kosten von der Europäischen Union.

Projektvorschläge müssen bis zum 1. September eingereicht werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier. Ebenso steht Ihnen Ihr Europe Direct Informationszentrum Odenwaldkreis gerne zur Verfügung.


Roadshow des „Enterprise Europe Network “
Vom   Mo.  31.05.2010

Hessische Staatssekretärin für Europaangelegenheiten, Nicola Beer, eröffnet Tour in Erbach

Unter dem Motto „Die Europaberater im Dialog mit Unternehmen" tourt das Team des Enterprise Europe Network vom 14. – 18. Juni 2010 durch Hessen. Die Roadshow führt durch die Städte Erbach im Odenwald, Gelnhausen, Eschwege, Frankenberg/Eder und Kassel. Vertreter von Unternehmen können sich zwischen 10.00 und 18.00 Uhr im Roadshow-Truck über die vielfältigen Möglichkeiten informieren, die die EU zur Unterstützung des Mittelstandes anbietet. Ergänzt wird das Angebot durch Experten der Förderberatung der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank).

Es werden vorab Termine für Einzelgespräche vergeben. Interessierten steht aber auch die Möglichkeit offen, spontan beim Roadshow-Truck vorbei zu kommen. Das Team berät dort zu Förderung auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene, zu Zuschüssen, Darlehen, Beteiligungen und Bürgschaften. Es informiert zu öffentlichen Ausschreibungen, Schutz des geistigen Eigentums und rechtlichen Bestimmungen der EU. Unternehmen erfahren außerdem, welche Wege sie einschlagen können, um Geschäftspartner im Ausland zu finden.

Den Startschuss für die Hessen-Tour gibt die Staatssekretärin für Europaangelegenheiten Nicola Beer am 14. Juni 2010 um 11.30 Uhr auf dem Wiesenmarktgelände in Erbach. Die Aktion wird vom Europe Direct Informationszentrum Odenwaldkreis unterstützt.

Nähere Informationen und alle Tourangaben unter: www.een-hessen.de/Roadshow


Talk im Kloster Höchst i. Odw.: „Verändert der Demographische Wandel unser Leben
Vom   Di.  18.05.2010

In der renommierten Reihe der Odenwald-Dialoge wird die Odenwald-Akademie am Mittwoch, dem 26. Mai 2010, ab 19.00 Uhr im Kloster Höchst i. Odw. (Am Kirchberg) der Frage nachgehen: „Verändert der Demographische Wandel unser Leben?". Der bekannte Politikwissenschaftler und Publizist Dr. Winfried Kösters führt das Publikum mit einem Vortrag in das Thema ein. Er hat im Leitprojekt Aktion Demografischer Wandel der Bertelsmann Stiftung an der Entwicklung und Umsetzung von Demografie-Workshops für kommunalpolitische Entscheider mitgewirkt. Von ihm stammt das Buch „weniger, bunter, älter".

Mit Dr. Kösters werden zur Gesprächsrunde auf dem Podium beim „Talk im Kloster" Platz nehmen: Ministerialdirigentin Ulla Kalbfleisch-Kottsieper von der Stabsstelle Europäische Integration und Rechtspolitik im Thüringischen Justizministerium, Professor Dr. Marek Fuchs vom Institut für Soziologie der Technischen Universität Darmstadt (TUD) und Professorin Dr. med Kerstin Wessig, Dekanin des Fachbereichs Pflege- und Gesundheitswissenschaften an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt. Die Moderation übernimmt der frühere Präsident der TUD Professor Dr. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (Köln). Diese illustre Runde will Antworten auf die Fragen geben, wie sich das gesellschaftliche Leben in einem ländlichen Raum entwickeln wird und welcher Handlungsbedarf daraus folgt.

Erstmals unterstützt das im Sommer 2009 eingerichtete Europe-Direct-Informationszentrum Odenwaldkreis die Veranstaltungsreihe Odenwald-Dialog. Für diese noch junge Institution erscheint insbesondere die europäische Sichtweise zu den viefältigen Fragestellungen des Demografischen Wandels.

Der Eintritt zum Dialog-Abend ist frei, die Veranstalter bitten aber um Anmeldung: Telefon 06062 70-385, E-Mail: dialog@odenwaldkreis.de

Kontakt: Odenwald-Akademie, Michelstädter Straße 12, 64711 Erbach, www.odenwald-akademie.de


Blick auf Energiewende und Klimaschutz-Ziele der EU
Vom   Fr.  14.05.2010

Am 06. Mai fand die Odenwälder Hauptveranstaltung der Europawoche 2010 in der Odenwaldhalle in Michelstadt statt. Mit dem Blick auf den Titel „Zukunft der regenerativen Energien – Energiewende in Europa“ begrüßten der Leiter des Beruflichen Schulzentrums Odenwaldkreis (BSO) Peter Schug und Erster Kreisbeigeordneter Detlev Blitz für das Europe-Direct-Informationszentrum den Referenten Dr. Axel Berg, Vorsitzender der EuroSolar Deutschland (München). Berg berichtete ausführlich und einprägend gegenüber gut 270 Schülerinnen und Schülern über die Gefahren der aktuellen Situation in der Energieversorgung und die Vorteile einer in Fachkreisen längst als notwendig erkannten  Energiewende. Insbesondere für eine ländliche Region wie den Odenwaldkreis führte er aus, dass eine dezentrale und von Importen unabhängige klimaschonende Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen die wirtschaftliche Wertschöpfung stärke, Arbeitsplätze schaffe und somit die Attraktivität der Region nicht zuletzt auch durch Zukunft sichernde Arbeitsplätze belebe. Die gegenwärtigen Möglichkeiten der Energiegewinnung lägen in der Hand einiger weniger Großkonzerne, die - wie das dramatische Beispiel dieser Tage im Golf von Mexiko zeige - auch unvorstellbare Umweltkatastrophen zur Gewinnmaximierung einkalkulierten. Der Referent appelierte daher an die Jugendlichen, eine weltweite Energiewende gemeinsam zu tragen und mit zu gestalten.

Die Vertreterin der Europäischen Kommission in Deutschland, Claudia Guske (Berlin), referierte über die Maßnahmen, die seitens der Europäischen Union gegen den Klimawandel und dessen Folgen ergriffen werden. Die Bekämpfung des Klimawandels sei „eine unserer schwierigsten Aufgaben“, sagte sie. Würden nicht sehr rasch weltweit Maßnahmen getroffen, das Steigen der Temperaturen auf unserem Planeten zu stoppen, müsste die Menschheit mit katastrophalen Schäden rechnen, die nicht mehr zu reparieren wären. Im Dezember 2008 einigte sich die EU auf eine integrierte Strategie im Bereich Energie und Klimaschutz mit ehrgeizigen Zielen, die sie bis zum Jahr 2020 erreichen möchte. Damit, so Guske, wolle sich Europa auf den richtigen Weg begeben zu einer umweltgerechten Zukunft mit einer CO2-armen, energieeffizienten Wirtschaft. Geschafft werden soll dies durch die Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 20 Prozent, die Verringerung des Energieverbrauchs um 20 Prozent dank verbesserter Effizienz sowie die Deckung von wiederum 20 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen.

Vor diesem Hintergrund beleuchtete Florian Voigt von der Gesellschaft für Breitband und regenerative Energien (Brenergo, Erbach) in einem ansprechenden Vortrag die derzeitigen Leitprojekte des Odenwaldkreises. Er stellte dabei den Park für grüne Technologien am Hainhaus und die ehrgeizigen Ziele der Umwandlung des Odenwaldkreises in eine Klimaschutzregion vor. Voigt unterstrich, dass sich neben positiven Effekten für Mensch und Natur auch viele berufliche Beschäftigungsfelder ergeben und im Odenwaldkreis schon jetzt zahlreiche von Firmen auf diesem zukunft-orientierten Sektor tätig sind.

Im Anschluss an die Referate und eine durchaus kritische Fragerunde unterzeichneten das Berufliche Schulzentrum Odenwaldkreis (Michelstadt), die Breubergschule (Rai-Breitenbach), die Erbacher Schule am Sportpark und die Reichelsheimer Reichenbergschule eine Charta zum Klimaschutz. Mit ihnen sind nun sechs Bildungseinrichtungen im Odenwaldkreis dieser Charte beigetreten, nachdem zuvor bereits die Oberzentschule Beerfelden und die Reichelsheimer Georg-August-Zinn-Schule diesen Schritt gingen.

Neben den Hauptveranstaltern - dem Beruflichen Schulzentrum und dem Europe- Direct-Informationszentrum - wurde die Europawoche 2010 im Odenwaldkreis von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, dem Hessischen Kultusministerium, dem Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, dem Odenwaldkreis selbst, der Brenergo und der HEAG Südhessischen Energie AG (HSE) unterstützt.


Europawoche 2010 - Gemeinsame Veranstaltung mit der BSO Michelstadt
Vom   Mi.  05.05.2010

Gelungener Start der Europawoche 2010 am Beruflichen Schulzentrum – Vorurteile abbauen, Diskriminierungen eindämmen

Mit der Auftaktveranstaltung konnte Martin Fuhr, Studiendirektor am Beruflichen Schulzentrum Odenwald (BSO) und Organisator der Europawoche 2010, zufrieden sein. Die Aktionen in der Europawoche diesen Jahres werden aktuell unterstützt vom Europe-Direct-Informationszentrum des Odenwaldkreises. Vor dem Hintergrund des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung hatten sich am 03. Mai gut 100 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in der Aula des BSO eingefunden, wo Studienrätin Andrea Dürr zusammen mit Ernestine Schneider (Heppenheim) und Angeliki Liakidis (Rüsselsheim) von der Firma Intercultural Consulting einen interessanten Vormittag ganz im Sinne der europäischen Zielsetzungen präsentierte: „Arm und ausgegrenzt – oder was? Risiken und Chancen für Migrant/innen".

Die Ziele sehen vor, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken und die Wahrnehmung für deren vielfältigen Ursachen und Auswirkungen zu schärfen. Solche schulische und andere Veranstaltungen sollen auch Vorurteile abbauen und mögliche Diskriminierungen gegenüber Menschen eindämmen, die von Risiken der Armut und Ausgrenzung betroffen sind. Darüber hinaus geht es darum, Ansätze zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung aufzuzeigen. Unter dem Titel „Bildung in der Migration – Ausgrenzung und Chancen" machte Angeliki Liakidis an ihrem eigenen Lebensweg deutlich, wie wichtig eine dauerhafte und lebenslange Fort- und Weiterbildung für eine gelungene Integration und damit ein geringeres Armutsrisiko ist. Liakidis war in den Siebzigerjahren Jahren von Griechenland nach Deutschland gekommen. Viele Migrantinnen und Migranten stoßen auch heute auf politische und gesetzliche Ausgrenzungsmechanismen, die es endlich zu beseitigen gelte. Aber auf Seiten der Migranten fehle bisweilen der Wille zur Integration über bestehende Bildungsangebote, wie die Referentin kritisch anmerkte. Sie hob hervor, dass es auch mit Blick auf die Auswirkungen des demografischen Wandels verstärkter Anstrengung beider Seiten bedarf, das bestehende „defizitorientierte System in ein integrationsförderndes Bildungssystem einschließlich der dazugehörenden Förderangebote umzuwandeln". Ebenso bedürfe es eines gesteigerten Interesses von Migrantinnen und Migranten, die Chancen zu erkennen, die ihnen durch Bildung eröffnet werden. Angesichts des engagierten Vortrags fiel es den auffallend gut motivierten Schülerinnen und Schülern – viele von ihnen haben einen ausländischen Migrationshintergrund - nicht schwer, an der sich anschließenden Gruppenarbeit zu beteiligen. Unter fachlich sensibler Leitung von Ernestine Schneider arbeiteten Schüler und Lehrer heraus, dass es nicht nur auf die Rahmenbedingungen, sondern auch auf ein hohes Maß an Eigeninitiative ankommt, um dem durch das Fehlen von Bildungschancen verursachten Armutsrisiko zu entgehen.

Gleichwohl stand die Erkenntnis im Raum, dass den bildungswilligen Migrantinnen und Migranten auch entsprechende Wertschätzung entgegen gebracht werden sollte. Mit diesem Fazit schloss Ernestine Schneider gemeinsam mit Martin Fuhr und Andrea Dürr die Veranstaltung nach mehr als zwei Stunden fruchtbarer und ergebnisreicher Diskussion.




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